Brunos Röhren-
Verstärkerwerkstatt

Allgemeine Info zur DAB-Erweiterung von Röhrenradios der 40er bis 60er-Jahre

Seit der Abschaltung von UKW-Sendern Anfangs 2025, haben die Anfragen und Aufträge zur Ausführung der folgend beschriebenen Lösungen massiv zugenommen und es haben sich in der Werkstatt bereits "Warteschlangen" gebildet. Wer also noch rechtzeitig bis zur geplanten definitiven Abschaltung Ende 2026 in der CH seine "Schätzchen" DAB-tauglich machen möchte, muss sich sputen!

1. Beispiel: So werden Röhrenradios fit für DAB+

Die schweizerische SRG hat im Juni 2024 als Umschaltziel auf DAB+ das Jahr 2025 angegeben. Definitiv Schluss ist sicher ab 2026 für alle CH-UKW-Sender, vermutlich auch für die "Privaten".
Verständlich, dass Besitzer von Röhren-Radioapparaten, oft Erbstücke oder Andenken aus der Jugendzeit usw. "nervös" werden und sich fragen, ob ihr Apparat bald als Empfangsgerät nutzlos sein wird.
Schon an früheren Beispielen habe ich aufgezeigt, dass es Lösungen sowohl für Oldtimer-Autoradios (zB. Becker Mexico) oder Heimapparte gibt.
Die perfekteste Lösung ist, den UKW-Teil durch ein Modul einer deutschen Spezialfirma zu ersetzen und damit DAB+ zu empfangen mit voller Funktion des Magischen Auges oder -Bandes und der alten UKW-Skala für die Sendersuche.
Wer detailierte Infos dazu möchte, sende mir eine Mail (siehe Kontaktformular beim Link zu: "Kontakt")
Erprobt ist diese Methode in meiner Werkstatt in erster Linie bei UKW-Empfängern mit ECC85 und 2xEC92 im UKW-Tunerteil. Es sind Apparate von Grundig, SABA, Braun, Philips usw. Am Einfachsten und Besten funktioniert das wenn die Demodulatorröhre eine EABC80 ist. Dann ist es ganz einfach im Sinn von "Plug-and-Play"!

Grundsätzlich gibt es nach Angaben des Modulherstellers zu allen "alten" Radioapparaten, auch ohne UKW, eine entsprechende DAB+ Lösung! Der bisher älteste Apparat war Jg. 1947 und DAB+ funktioniert auch damit perfekt! Klingt nach wie vor "orginal" wie 1947, aber mit 40 bis 50 DAB-Sendern in hervoragender Empfangsqualität! Schlicht weg: "genial"!

 

2. Beispiel: REVOX-Tuner A76 wird fit für DAB+, wie auch andere Edel-Transistortuner

Die DAB-Adaptererweiterung kann so in der Orginalschaltung verbaut werden, dass bei Bedarf (ZB. Sammlerwerterhaltung) die Erweiterung auch ohne "Spuren" zu hinterlassen ganz einfach rückgängig gemacht werden kann.

Die externe DAB-Senderanzeige hat den Vorteil, dass der Sammlerwert des A76 erhalten bleibt und keine Abänderungen am Gehäuse vorgenommen werden müssen.

3. Beispiel: Oldtimer-Autoradio ab den 50er-Jahren mit DAB+ erweitern

Die angedrohte Abschaltung der FM/UKW-Sender wird sich besonders fatal für alle Oldtimmer-Liebhaber auswirken. Sie müssen ihren "altehrwürdigen" LMKU-Autoradio gegen einen DAB+ Empfänger austauschen, was natürlich in einem echten Oldtimmer wie "die Faust aufs Auge" wirkt. Es gibt aber eine Lösung:
Zu fast allen alten Autoradios gibts ein DAB+Ergänzungsmodul, das entweder als "Rucksack" gut versteckt oder bei vielen auch im Inneren Platz findet und aus dem analogen UKW oder MW Radio einen vollwertigen DAB+Empfänger macht. Wers nicht weiss, der sieht und merkt nicht, dass dieser Apparat digital empfängt. Die Sender können nach wie vor am gleichen "analogen" Drehknopf eingestellt werden.
Diese Lösung eignet sich besonders gut für Autoradios ohne AUX oder LINE Input!

Beispiele für Autoradios der 50er bis 70er-Jahre, die auf DAB+ erweitert wurden:

"Becker LMU-Europa", Jg. 1958, mit DAB+ erweitert.  

    

 

Monarch 1950 für Citroen Traction Avant CV11 mit DAB erweitert

Ein reiner Mittelwellenapparat! Modul hat Platz zwischen Lautsprecher und Trafo:

 

Autoradio von DELCO ca. 1957: "WONDERBAR" für Corvette 1959 mit DAB und Bluetooth erweitert:

 

 

Becker Mexico B auf DAB erweitert:

 

Becker Mexico Olympia mit Kassettenlaufwerk auf DAB erweitert:

 

Blaupunkt Köln X 1400001mit DAB erweitert:

 

 

 

 

4. Beispiel: Oldtimer-Autoradio durch Transmitter mit DAB+ erweitern

Diese Lösung hat den Nachteil, dass sie nur mit FM-Empfängern (mit UKW-Taste) möglich ist und aktuell noch eine freie UKW-Frequenz benötigt. Letzteres ist beim Betrieb in eng begrenzter Umgebung "machbar", aber bei überregionalen Fahrten wird es nicht befriedigend funktionieren, weil es noch keine "echten und dauerhaft" freie Frequenzen im UKW-Bereich gibt. Also muss man die Empfangsfrequenz und somit auch die Sendefrequenz des Transmitters dauernd den Empfangsverhältnissen anpassen. Wird dann aber einstens UKW wirklich weiträumig abgeschaltet, dann könnte auch das das in Zukunft eine akzeptable Lösung sein.

Solche Transmitter können in den in Autos häufig vorhandenen, genormten Zigarettenanzünder Steckdosen betrieben werden: